Ein Bericht über meine Zeit bei Hire Me - Praktikum | Hire Me Enterprise

Der ungezähmte Praktikant - Ein Bericht über meine Zeit bei Hire Me

Bunte Zahnräder

Das Praktikum ist die beständige Hassliebe eines jeden Studierenden. Irgendwo zwischen äußerem Drang (Pflichtpraktikum) und dem eigenen schlechten Gewissen wegen zu wenig Praxiserfahrung, fristet es ein eher stiefmütterliches Dasein. Kein Wunder, wenn man an das typische Klischee von wochenlangem Aktenkopieren und professionellem Kaffeekochen denkt. Aber es geht auch ganz anders…

Als ich mich bei Hire Me beworben habe, hatte ich schon ein paar Erfahrungen mit Praktika gesammelt – positive und negative. Im Großen und Ganzen wollte ich auf jeden Fall einige Dinge definitiv nicht mehr: Tage, die sich wie Kaugummi ziehen, monotone Aufgaben und das Gefühl, dass man eigentlich nur da ist, um das zu machen, was sonst keiner machen will. De facto war ich so genervt von den gängigen Praktikumsklischees, dass ich schon meine Bewerbung aus Prinzip ganz anders verfasst habe, als man das normalerweise tun würde: Kein „hiermit bewerbe ich mich“, kein „ich verbleibe mit freundlichen Grüßen“ und vor allem keine Unklarheiten darüber, dass ich hier auch etwas lernen und erleben möchte. Kurz hab ich mich gefragt: Willst Du das jetzt ernsthaft so abschicken? Und dann dachte ich mir: wenn die mich trotzdem nehmen, dann brauche ich keine Angst vor einem langweiligen Praktikum mehr zu haben. Und genau so kam es dann:

Von Ende Februar bis Ende April habe ich neun spannende, interessante, lustige und vor allem lehrreiche Wochen bei Hire Me erlebt. In einem Unternehmen zu arbeiten, das noch relativ frisch am Markt ist, war bis dahin noch komplett neu für mich. Umso schöner war es dann zu erfahren, dass man hier noch ganz bewusst mitmischen kann, das noch nicht durch unüberschaubare Strukturen und unzählige Hierarchiestufen eigentlich keiner mehr so ganz versteht, was er eigentlich zum Ganzen beiträgt. Zusammen mit dem Marketingteam konnte ich ganz praxisnah erleben, wie man zum Beispiel nach geeigneten Werbemaßnahmen sucht oder die nötigen Kontakte findet. Hier und bei allen anderen Aufgaben hat immer ein reger Austausch geherrscht, nie hatte man das Gefühl etwas nicht mitzubekommen oder irgendwie ausgeschlossen zu werden. Wieder konnte ich hier ein Klischee ganz klar abharken: Das „Den-doofen-Praktikanten-brauchen-wir-da-gar-nicht-zu-fragen-Prinzip“ findet bei Hire Me definitiv keine Anwendung. Stattdessen wurde ich ganz bewusst dazu motiviert mich miteinzubringen, Anmerkungen zu machen, auf Probleme hinzuweisen. Dinge, die ich mich vorher fast nie getraut habe, weil man sonst wo oft das Gefühl hatte, allerhöchstens das kleinste Rädchen im Getriebe zu sein. Auch meine kreative Ader konnte ich bei meinem Praktikum umfangreich ausleben. Für unseren Blog habe ich nicht nur nach vielen neuen Artikel-Ideen gesucht, sondern einige davon auch direkt in einen Text umgesetzt. Dabei habe ich gelernt, dass man sogar aus trockenen Themen wie der Belehrung beim Gesundheitsamt oder der Scheinselbständigkeit einen spannenden und interessanten Beitrag machen kann. Zu einem guten Marketing gehört aber neben einem ansprechenden Blog auch, dass man das eigene Produkt richtig gut kennt. Ich konnte zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen, indem ich während meinem Praktikum verschiedene Anleitungen für die Hire Me Produkte schreiben durfte. Obwohl ich mich dabei stundenlang mit der App beschäftigt habe, habe ich immer wieder neue, interessante Dinge an ihr entdeckt. Als ich dann die erste Version in das Layout der Website basteln durfte, habe mich wie ein Honigkuchenpferd gefreut. Vor allem der Aspekt, dass man etwas leistet und es auch einen Sinn ergibt und nicht nur der puren Beschäftigung dient, hat mich begeistert. Was ich während meiner Zeit hier gearbeitet habe, ging auch nicht einfach spurlos unter, sondern wurde immer anerkannt. Kein Praktikant erwartet für seine Leistungen eine Auszeichnung als Mitarbeiter des Jahrtausends aber ein aufrichtiges „Danke“ oder „Das hast du gutgemacht“ ist meistens mehr wert als man denkt. Auch an konstruktiver (!) und damit hilfreicher Kritik hat es nie gemangelt. Für meine Arbeit habe ich immer Feedback bekommen und konnte mich so ständig verbessern und viel dazulernen. Auch hierfür war es entscheidend, dass die Kommunikation untereinander immer ganz großgeschrieben wurde. Jeden Monat gab es ein großes Teammeeting, bei dem alle vortragen konnten, was sie in den letzten Wochen erreicht haben und bei dem immer genug Zeit für Anmerkungen und einen regen Austausch übrig blieb. Danach wurde immer noch etwas unternommen. So dürfte Hire Me wohl eines der wenigen Unternehmen sein, bei denen man ohne gefeuert zu werden auf seinen Chef schießen darf – beim Lasertag natürlich! Auch das gemeinsame, tägliche Mittagsessen hat immer dazu beigetragen, dass man sich mit allen unkompliziert unterhalten konnte und außerdem auch eine gemütliche und familiäre Atmosphäre aufkam. Überhaupt spürt man bei Hire Me vor allem den Zusammenhalt und die Begeisterung für das eigene Produkt, die extrem ansteckend ist. Hier hat sich Arbeit nicht mehr wirklich wie Arbeit angefühlt, weil man sie gerne gemacht hat.

Nach zwei Monaten endet nun mein Praktikum in der Ursulinenstraße, deren Baulärm ich sicher nicht vermissen werde, die Zeit bei Hire Me aber sicher schon. Hier konnte ich nicht nur viele Erfahrungen sammeln und auch einige Praktikumsklischees hinter mir lassen. Ich wünsche diesem tollen Team aus tollen Menschen ganz viel Erfolg für die Zukunft und weiterhin viele Donuts am Donut-Friday!

Autor

erstellt von Julia Weidemann

am 02.03.2017, um 14:57 Uhr

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