Startup Camp: “Der positive Effekt ist noch spürbar” | Hire Me Enterprise

Startup Camp: “Der positive Effekt ist noch spürbar”

Hire Me Team

Eine Möglichkeit, um auf dem Startup Camp mit Investoren in Kontakt zu kommen, bietet der Pitch Marathon. Am ersten Tag erhalten 26 Startups die Möglichkeit,sich zu präsentieren. Im vergangenen Jahr nutze das Hire Me-Team diese Chance. Ein Interview über Finanzierungsrunden, Effekte und Kritikpunkte.

 

Das Startup Camp Berlin, Deutschlands größte Early Stage Konferenz geht am 7./8. April in die nächste Runde. Die zweitägige Konferenz, die deutsche-startups.de als Medienpartner und Mitveranstalter unterstützt, findet seit über zehn Jahren erfolgreich statt und bringt Entrepreneure mit erfahrenen Unternehmern und Investoren zusammen. Eine Möglichkeit, um auf dem Startup Camp mit nationalen sowie internationalen Investoren in Kontakt zu kommen, bietet der Pitch Marathon. Im vergangenen Jahr nutze das Hire Me-Team diese Chance. Ein Interview über Finanzierungsrunden, Effekte und Kritikpunkte.

 

Bitte stellt euch doch kurz einmal vor: seit wann gibt es euch und was genau macht ihr?
Wir sind die drei Gründer Jennifer, David und Sebastian der Firma TWAIL. Seit circa zwei Jahren entwickeln wir gemeinsam das Produkt Hire Me mit dem Unternehmen, insbesondere die aus dem Event-, Gastro- und Logistikbereich innerhalb von Minuten per App oder per Web regionales und studentisches Personal für kurzfristige Arbeitsaufträge rekrutieren und disponieren können. Damit ist es zum Beispiel Möglich Promoter-Personal für ein Festival am gleichen Abend zu finden oder den Biergarten am Wochenende mit zusätzlichem Servicepersonal zu besetzen.

 

Wie wichtig waren Pitches in dieser Zeit?
Die Pitches halfen uns in unserer Anfangsphase dabei, die Kernaspekte von Hire Me immer besser herauszuarbeiten und zu vermitteln. Auch konnten wir durch sie Aufmerksamkeit erzeugen und wertvolles Feedback zu unserem Produkt erhalten. Aber insbesondere stellen Pitch-Veranstaltungen eine tolle Möglichkeit dar, in kurzer Zeit viele wertvolle Kontakte zu Unterstützern, anderen Jungunternehmen und insbesondere auch potentiellen Investoren zu knüpfen: Vor kurzem konnten wir die erste Finanzierungsrunde mit Investoren abschließen, welche wir über solche Veranstaltungen von uns und von unserem Produkt Hire Me überzeugen konnten.

 

Im vergangenen Jahr habt ihr auch am Pitch Marathon auf dem Startup Camp teilgenommen: wie wichtig war diese Teilnahme und was ist danach passiert?
Der Pitch-Marathon in Berlin war mit Abstand die größte Veranstaltung, an der wir bislang teilgenommen hatten. Entsprechend nervös war … zumindest ich. Ich musste ja präsentieren … auf Englisch … vor großem Publikum! So viel konzentrierten Austausch mit Beratern, Investoren und anderen Start-ups wie in den Stunden nach unserem fünfminütigen Pitch hatten wir noch nie. Danach konnten wir wirklich erst einmal die darauffolgende Woche mit der Nachbearbeitung der Kontakte verbringen. Auch weiterführende Beteiligungsverhandlungen und Anfragen von Accelerator-Programmen waren das Ergebnis des Pitch-Marathons. Bis heute halten wir stetigen Kontakt mit einigen Gesprächspartnern des Startup Camps und werden aufgrund des Sieges und der entsprechenden Erwähnung auch ab und zu von – internationalen- Investoren angesprochen. Natürlich registriert sich auch der ein oder andere aufmerksame Wettbewerber bei Hire Me. Die Erfahrung zeigt, dass unsere Teilnahme zwar knapp ein Jahr her ist, der positive Effekt aber bis heute noch spürbar ist.

 

Welche Frage der Jury ist euch in besonderer Erinnerung geblieben?
Bei dem Marathon-Event gab es keine direkte Fragerunde im Anschluss. Eher ein Austausch nach dem ganzen Event.

 

Warum sollte man unbedingt auf dem Startup Camp in Berlin pitchen?
Unserer Erfahrung nach gilt es am Anfang eines jungen Unternehmens, dass man so viel wie möglich auf sich aufmerksam macht und Kontakte knüpft. Je größer und prominenter die Präsentationsfläche, umso mehr Aufmerksamkeit und potentielle Kontakte können sich dadurch ergeben. Deswegen bietet das Startup Camp in Berlin, aufgrund seiner Größe und dem interessanten Rahmenprogramm, die optimale Möglichkeit seine Idee vorzustellen.

 

Was lernt man in Pitches generell und wie sollte man sich am besten vorbereiten?
Ich denke, insbesondere durch die Vorbereitung und die Teilnahme an mehreren Pitch-Veranstaltungen und dem einhergehenden Feedback, lernt man immer besser, das eigene Konzept immer weiter zu schärfen und sich mit bisher unerwarteten Kritikpunkten auseinanderzusetzen. Das hilft später auch ungemein dabei Partnern oder Kunden das eigene Produkt besser zu verkaufen. Das bedeutet nach dem Pitch ist vor dem Pitch: Pitch immer auf das Zielpublikum anpassen, mindestens einmal vorher halbwegs flüssig durchsprechen, valide Kritikpunkte des Publikums oder der Jury aus einer vorherigen Veranstaltung ernst nehmen und damit auseinandersetzen.

 

Was sind die klassischen Fragen, die einen in Pitches erwarten?
Das Team und das Produkt sind für die Jury von Interesse. Entsprechend kommen Fragen zum Background beziehungsweise. den Kompetenzen des Teams. Bezüglich des Produktes sucht die Jury gezielt nach Schwachstellen und stellen entsprechende Fragen. Wer sich darauf gut vorbereitet, beweist, dass er sich mit seinem Produkt wirklich umfassend auseinandergesetzt hat und kann bei Jury und Publikum punkten. Das heißt nicht, dass man sich auf jede Frage vorbereiten kann. Aber jedes Konzept hat seine Schwachstellen – auf die offensichtlichsten sollte man Antworten haben.

 

Welche do’s und dont’s gibt es in Pitches?
Zu erst die Do’s. Erstens: Konzentriert zu Jury und Publikum sprechen und die Leute mit einer kleinen einleitenden Geschichte mitnehmen. Zweitens: Eine Minute pro Folie.
Drittens. Lasst eine Person sprechen, aber – wenn möglich – lasst alle Teammitglieder mit euch vorne stehen. Vor allem in der Fragerunde kann jedes Teammitglied in seinem Kompetenzbereich antworten. Das macht einen guten Eindruck. Jetzt die Dont’s. Erstens: Legt euch euren Text nicht in ganzen Sätzen vor, sondern macht euch einfach ein paar Stichworte zu jeder Folie und übt das freie Sprechen. Zweitens: Setzt so wenig Text wie möglich auf den Folien und bringt dafür mehr Bildmaterial. Das sorgt dafür, dass das Publikum euch auch wirklich zuhören und nicht minutenlang den Text lesen müssen.

 

Quelle: https://www.deutsche-startups.de/2017/01/31/startup-camp-der-positive-ef...

Autor

erstellt von Daniel Boncourt

am 02.11.2016, um 13:00 Uhr

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